Mit dem Einzug des digitalen Fernsehens HDTV (high-definition TV) in europas Wohnzimmer, und
der damit verbundenen Umstellung der Fernsehgeräte von Röhrentechnik auf Flat- bzw. Widescreens,
wird sich nicht nur die Bildqualität ändern.
Die eigentliche Idee für HDTV wurde durch das 16:9 Format der Wide-Screens geboren.
Bald, nachdem dieses ‚Panoramaformat'
eingeführt wurde, entdeckte die Filmindustrie, dass das Publikum es genoss wie in der ersten Kinoreihe zu sitzen und somit das
Gefühl hatte, näher am Geschehen zu sein.
Dieses Feeling war bis dato, bzw. mit den herkömmlichen Fernsehern, nicht möglich.
Das grundlegende Konzept hinter HDTV ( high-definition TV ) ist nicht die wirkliche Erhöhung der Auflösung,
sondern die prozentuale Erhöhung des wirklich Sichtbaren. Dank der neuen Technik, die in den HDTV-Bildschirmen eingesetzt wird,
ist dieses Erlebnis auch im Privaten möglich geworden. Trotz der vergrösserten Bildschirmdiagonale, verkürzt sich der Abstand
vom Betrachter zum Gerät von 3- bis 4,5-facher Bildschirmbreite auf das 1,2 bis 2-fachen. Dieses ist der höheren Zeilenanzahl,
im Vergleich zum SDTV ( Standard Definition Television ), zu verdanken.
Die Mehrheit der vorgestellten analogen und digitalen HDTV-Systeme arbeiten in Richtung einer fast hundertprozentigen
Zunahme der Anzahl horizontaler und vertikaler Pixel.
Angenommen werden hierbei ungefähr 1 MB pro Frame mit ungefähr
1000 Linien bei 1000 horizontalen Bildpunkten. Dieses ergibt gewöhnlich einen Faktor von einer 2-3-fachen Verbesserung
im Winkel der vertikalen und horizontalen Felder.
Die meisten HDTV-Systeme sind zudem auch in der Lage das Längenverhältnis von 16/9 bis 4/3 zu ändern, was das dargestellte Bild
fast wie reales Kino erscheinen lässt.
Der gute alte Farbfernseher hat in seiner Funktion ausgedient. Die Zukunft gehört den bewegten
Bildern, ähnlich einem Gemälde, an die Wand gehängt.
Zukünftig werden Fernsehschränke- und Tische der Vergangenheit angehören. Vielmehr wird man sich
beim Einrichten Gedanken über eine Fernsehwand machen müssen.